Die Feinschmecker mochten es kaum glauben, zeigten sich vom Ergebnis des Weinexperiments jedoch angetan: Chinesische Forscher setzten einen drei Monate alten Cabernet Sauvignon elektrischen Feldern aus. Nach wenigen Minuten hatte er das Aroma eines jahrelang gereiften, edlen Weines. Der Strom beschleunigt die Reaktionen zwischen Alkohol und Säuren im Wein und kann so den jahrelangen, traditionellen Reifeprozess ersetzen. Die genauen Effekte der elektrischen Felder auf den Wein können bei Sience Direct im entsprechenden Fachartikel nachgelesen werden. Fakt ist, dass sich schon einige chinesische Weinkellereien für die entsprechende Technologie interessieren.
Nicht jeder weiß, dass China Wein produziert … umso interessanter sind die Forschungsergebnisse der chinesischen Wissenschaftler.
Quelle: Spiegel Online vom 18.12.08, Zugriff: 03.01.09
Chinesische Forscher lassen Wein innerhalb weniger Minuten reifen
Zusätzliche Weinanbauflächen für Mitteldeutschland
Auf der Agrarministerkonferenz Anfang April 2008 wurde beschlossen, dass das Bundesland Rheinland-Pfalz ca. 100 Hektar Rebfläche abtritt. Aufgrund des EU-Rechts darf in Deutschland nur auf einer begrenzten Gesamtfläche Wein angebaut werden. Da inzwischen eine große Nachfrage nach mitteldeutschen Weinen, z.B. Saale-Unstrut-Weine oder Weine von den Dresdner Elbhängen, besteht, beschlossen die Landwirtschaftsminister die Gebietsabtretung. Sachsen wir ca. 31 Hektar zusätzlich bekommen. Die restliche Anbaufläche wird zwischen Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen und das Saarland aufgeteilt.
In Mitteldeutschland werden vor allem Weißweine angebaut, z.B. Müller-Thurgau. Die Region gilt als eine der nördlichsten Weinanbaugebiete und der Wein nach wie vor als „Geheimtipp“.
Das Weinland Chile
Chile ist kein Neuling unter den weinproduzierenden Ländern der Erde (der Weinberg Panquehue von Errázuris z.B. existiert bereits seit 1870), aber wurde erst im späten 20. Jahrhundert als solches „entdeckt“. Neben Argentinien ist es derzeit das Hauptexportland von Wein in Lateinamerika.
Die Rebflächen provitieren vom Regenschatten, den die Anden spenden. Sie zeichnen sich durch zahlreiche Sonnenstunden und verschwindend geringen Schädlingsbefall aus. Außerdem verfügen sie über eine Sortenvielfalt, die bemerkenswert ist. Hauptsächlich werden jedoch Cabernet Sauvignon und Merlot für Rotwein sowie Chardonnay und Sauvignon Blanc für Weißwein angebaut.
Empfehlenswert sind z.B. die Weine vom Weingut „Cousino Macul“. Bei diesem Produzenten handelt es sich um einen der letzten in Chile, der ausschließlich eigene Trauben zur Herstellung seines Weins benutzt. Sein fruchtiger, intensiver Cabernet Sauvignon aus dem Jahr 2006 ist auf alle Fälle eine Kostprobe wert!