Im Jahr 1925 gelang dem Professor Abraham Izak Perold an der Universität Stellenbosch
in Südafrika eine hervorragende Weinneuzüchtung: die Pinotage-Trauben. Sie entstanden durch eine Kreuzung von Pinot Noir und Cinsaut. Zur Vermarktung des heute überaus beliebten Pinotage kam es jedoch erst Anfang der 1960er Jahre durch die Stellenbosch Farmer’s Winery. Den südafrikanischen Winzern gefiel, dass die Trauben der Pinotage-Sorte früh reiften und dass relativ einfach ein hoher Zuckergehalt erreicht werden konnte. Der Geschmack des frisch gekelterten Weins erinnerte jedoch an Aceton und war deswegen nicht beliebt.
1987 erhielt der Pinotage seine zweite Chance: Ein in dem Jahr vom Diner’s Club initiierter Wettbewerb beschäftigte sich mit den Pinotage-Sorten und kürte den Pinotage von Beyers Truter in Kanonkop / Südafrika als Sieger.
Weinliebhaber suchten als Reaktion auf diese Ehrung die Piontage-Flaschen in ihren Kellern und waren von dem Geschmack nach Beeren, Banane und Schokolade, der durch die mehrjährige Lagerung entstanden war, angenehm überrascht.
Internationale Anerkennung erfuhr der Pinotage aus Kanonkop dann 1991 auf der “International Wine and Spirits Competition” in London.
Die Pinotage-Weine, die nur in Südafrika hergestellt werden, sind für eine längere Lagerung geeignet, denn sie entwickeln erst mit der Zeit ihren unvergleichlichen Geschmack.
Zu empfehlen ist zurzeit zum Beispiel der 2004er Jackson Pinotage aus der Gegend um die „Walker Bay“ in Südafrika. Dieser vorzügliche Rotwein, erzeugt von Peter Kastner, ist in französischen Barrique-Fässern 11 Monate gereift und verführt mit einem intensiven Kirsch- und Schokoladenaroma und einem Duft nach weißem Pfeffer und Ingwer. Er hat einen Alkoholgehalt von 14,5% und kann bis 2010 gelagert werden.