Viele Deutsche geben sich mit einem relativ preiswerten Wein (80% kaufen Wein mit Preisen unter 3,50 Euro) von Aldi, Lidl oder Plus zufrieden, ergab eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung. Öko-Test wollte deswegen in einer Untersuchung im Jahr 2007 wissen, wie die in Discountern angebotenen Weine schmecken und ob sie Schadstoffe enthalten. Professionelle Sensoriker verkosteten jeweils 7 deutsche, französische und italienische Rotweine. Außerdem prüften sie ob eines der über 400 verschiedenen Pestizide oder das Schimmelpilzgift Ochratoxin A in den Weinen vorzufinden war.
Insgesamt erhielten 2/3 der verkosteten Weine ein gutes Urteil. 1/3 der Weine überzeugte entweder aufgrund des Geschmacks nicht oder sie beinhalteten Schadstoffe. Gerade bei zwei der sogenannten “Bio-Weine” (Nero D’Avola Sicilia 2005, Bio I.G.T. und Sangiovese di Romagna D.O.C. 2005, Bio) war ein pestizidrückstand enthalten. Der Merlot 2005 Marchais V.D.P. (Netto) enthielt erhöhte Mengen des Schimmelpilzgifts Ochratoxin A.
Bei allen Weinen stimmte der Zuckerhalt mit der Bezeichnung trocken oder halbtrocken überein. Auch die Höchstwerte für schwefelige Säure wurden nicht überschritten.
Den meisten Weinen der Supermarktketten mit Niedrigpreisen kann vertraut werden. Sie bieten ein unkompliziertes Geschmackserlebnis und halten sich an die Richtwerte für Schadstoffe. Für besondere Anlässe oder den Einkauf von Bio-Weinen lohnen sich jedoch Weinhandlungen.
Quelle: Öko-Test, http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?suchtext=wein&doc=62979&pos=0&splits=0:1633, Zugriff: 30.10.08