11. September 2008

Weinbewertungssysteme - Punkteskala oder doch lieber Degustationsnotizen?

Kategorie: Weinbewertung — Ulrike @ 10:51

Man kann Weinbewertungen nicht nur nach verschiedenen Weinverkostern, wie zum Beispiel dem berühmten Robert Parker, unterscheiden, sondern allgemeiner nach zwei Weinbewertungssystemen: wird eine Punkteskale genutzt oder legt der Verkoster Notizen an. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Die Punkteskalen bieten eine bessere Vergleichbarkeit zwischen der großen Auswahl an Weinen. Allerdings muss man als Weintrinker den Geschmack des jeweiligen Verkosters, der die Punkte vergibt, teilen. Ansonsten ist die Einordnung der Weine in die jeweilige Skala für den Weintrinker ohne Aussagekraft. Zum Beispiel bewertete Robert Parker den Rosé-Wein Valleclaro Rosado 2007 mit 90 Parker-Punkten. Das haben nur wenige andere Rosés geschafft. Weintrinker, die auf das Urteil von Weinkritiker Parker vertrauen, können den Wein ohne Bedenken kaufen und sich auf ein für sie angenehmes Geschmackserlebnis freuen. Weingenießer, die mit den “Noten” Parkers nicht 100%-ig übereinstimmen, werden hingegen genauer hinsehen, wie das Aroma, die Nase und der Abgang des jeweiligen Weines ist. Hier kommen also die Degustationsnotizen ins Spiel. Mit möglichst anschaulichen Adjektiven versuchen die Weinverkoster das Typische, Prägnante des Weins zusammenzufassen und mit ihrer Anhängerschaft zu teilen. So können die Weine zwar nicht mehr so einfach miteinander in ihrer Qualität verglichen werden, aber der Weintrinker kann durch die Beschreibungen den speziell für ihn geeigneten Wein heraussuchen.

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